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10 Jahre Jugendnetzwerk Ilzer Land

VOM 17.10.2018


Eine Riesentorte mit Feuerwerk für 10 Jahre Jugendnetzwerk im Ilzer Land

Rückschau auf eine erfolgreiche, gemeindeübergreifende Jugendarbeit – viele Sponsoren

 (Text und Fotos: Thurnreiter)

Thurmansbang. „Mach‘ etwas gut und sprich‘ darüber“ – unter dieses etwas abgewandelte Sprichwort kann man die Jubiläumsfeier zu „10 Jahre Jugendnetzwerk im Ilzer Land“ ohne Übertreibung einordnen. Mit geringem Aufwand wurde eine großartige Leistung auf die Füße gestellt, die seinesgleichen sucht. Und das fast zum Nulltarif für die beteiligten Gemeinden, die lediglich für die Kosten der „Ferienkalender“ aufkommen musste. „Der Großteil wurde durch Sponsoren, Teilnehmer und Zuschüsse von Kreisjugendring und ALE finanziert“, so Bürgermeister Martin Behringer, der ILE-Beauftragte für das Jugendnetzwerk.

 

  In der herbstlich geschmückten Festhalle in Thurmansbang waren aktive und ehemalige Bürgermeister sowie die Jugendbeauftragen der 12 beteiligten Kommunen zusammen gekommen, um dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Mit eingeladen und gekommen waren aber auch eine Reihe von Ehrengästen und Sponsoren, welche Bürgermeister Martin Behringer als Hausherr und „oberster Netzwerker“ auch namens seines Stellvertreters, Bürgermeister Christian Süß, begrüßte. Es folge keine namentliche Begrüßung und es gebe auch keine Grußworte, kündigte Behringer an, sondern „ganz wo’s anderes“.

 

  „Licht aus!“ gab er schließlich das Zeichen für eine abendfüllende Power-Point-Präsentation, die von den Jugendbeauftragten Michael Baumann und Benjamin Greiner zusammengestellt und moderiert wurde – und das Jugendnetzwerk mittels Fotoeindrücken, Filmsequenzen, Interviews und allgemeinen Informationen vorstellten und ins rechte (sprich: beste) Licht rückten. Katrin Greiner lockerte als „Clown Rudi“ das Geschehen mit coolen Sprüchen auf und entlockte den Interviewpartnern interessante Details. Der Reihe nach begrüßte er auch die illusteren Gäste, denen er zum Dank je einen Luftballon überreichte – und für die Netzwerker gab’s ein „Netztörtchen“.

 

  „Wo’s feiern wir denn heut‘?“ wollte er von Hutthurms Bürgermeister Hermann Baumann, dem 2. Vorsitzenden der ILE Ilzer Land wissen (nachdem er mühsam herausgefunden hatte, dass der 1. Vorsitzende Manfred Eibl „im Wahleinsatz“ ist). Baumann holte gleich groß aus: „In Deutschland, in Bayern, in Niederbayern haben sich 12 Kommunen zur ILE Ilzer Land zusammen geschlossen, denn ‚gemeinsam geht manches leichter‘“. Diese hätten vor 10 Jahren das Jugendnetzwerk gegründet, „das deshalb heute Geburtstag hat“. Lasst uns fröhlich das Glas erheben und unser Geburtstagskind dreimal hoch leben“, skandierte daraufhin der Clown. Und weiter ging die Begrüßungstour – den Landräten der beiden Landkreise Freyung-Grafenau und Passau galt seine Referenz, jeweils vertreten von Helga Weinberger und Hermann Baumann. Während Weinberger „zum Geburtstag viel Glück“ singen durfte, musste Baumann drei Sätze vervollständigen: zum Jugendnetzwerk „ist sehr aktiv und toll“, zum Engagement „herzlichen Dank dafür“ und als Wunsch „weiterhin so viel Engagement, alles Gute und macht’s weiter so“ – und erhielt dafür einen 3. Luftballon.

 

  „Jugendnetzwerk – was genau ist das?“, bohrte „Clown Rudi“ weiter und fand in Geschäftsführerin Caroline Pecho die passende Interviewpartnerin. „Darin sind die Jugendbeauftragten der zwölf Gemeinden zusammengeschlossen“, von denen die eigentliche Jugendarbeit gemacht werde. „Das sind sehr aktive Leute“ stellte Pecho unter Applaus fest. In den letzten 10 Jahren waren dies 36 Frauen und Männer – als „Muster“ musste sich Nadine Aulinger, Jugendbeauftragte aus Schöfweg auf einen Stuhl stellen „zum Anschauen“. „Alles dran, jung, lustig“, befand Clown Rudi und wollte zugleich wissen, wie man Jugendbeauftragte/r werde. Darüber wusste Bürgermeister Christian Süß Bescheid, als 2. Beauftragte der ILE für das Jugendnetzwerk zuständig. „Die Gemeinden suchen dafür interessierte und engagierte junge Leute“. „Dafür gibt es allerdings keine Entschädigung – das ist ein Ehrenamt“, betont Süß und hoffte, dass sich weiterhin viele Interessenten bereit erklären, dieses Amt „trotzdem“ zu übernehmen.

  „Nix is‘ umsonst“ hatte sogar Clown Rudi in der Clownschule gelernt. „Wer trägt die Kosten für die ganzen Events?“ fragte er deshalb die beiden „obersten Netzwerker“, die Bürgermeister Martin Behringer und Christian Süß, denen er für ihr Engagement dankte, denn „nix is‘ so gut, wie der Kopf, der vorn dran ist“. Über die „Finanzen“ hatten sich die Moderatoren „schlau gemacht“, wobei sie dem „ALE“ (Amt für Ländliche Entwicklung), vertreten durch Baudirektor Werner Weny, für dessen ideelle und finanzielle Unterstützung dankten. „Die Gesamtausgaben betrugen 52.930 Euro, die Gesamteinnahmen 54.862 Euro“, so Michael Baumann. Davon seien von den Gemeinden (für den Veranstaltungskalender) 8.827 Euro, vom ALE 3.062 Euro, vom Kreisjugendring 3.230 Euro aufgebracht worden. Der Rest wurde durch Beiträge der Teilnehmer und von vielen Sponsoren aufgebracht. Als einer der Sponsoren hatte die Sparkasse Freyung-Grafenau zum Jubiläum eine Spende von 250 Euro mitgebracht, die der neue Marktbereichsleiter Markus Roth übergab. Die Firma Getränke Degenhart habe bei allen Veranstaltungen die Getränke gesponsert, dankte Benjamin Greiner beispielhaft allen großzügigen Spendern.

  „Schon sehr alt“ müssten da wohl die Zeitzeugen sein, die noch wissen, wie alles begann, vermutete Clown Rudi. Doch mit Martin Behringer, Rosmarie Nirschl, Sabine Haidl, Diana Scheibelberger und Werner Weny fanden sich noch etliche Zeitzeugen, die von den Anfängen berichten konnten. „Die Gründungsversammlung war am 22. Juli 2008“, erinnerte Michael Baumann. Und schon im Oktober 2008 wurden erste Ziele formuliert und Veranstaltungen geplant, erinnerte sich etwa Martin Behringer. Eine Referentin wollte die Jugendbeauftragten zum „Reflektieren“ animieren, doch „kona wollt’s mocha“, wusste Rosmarie Nirschl, die Referentin kurzerhand „ausgeladen“. „Mia schmatz‘ ma scho drüba, aba wia ma mia g’moant ham“, so Nirschl. Dorfkulturtage, wurden mehr oder weniger erfolgreich durchgeführt. „Gibt’s da a wos praktisches?“ hakte Clown Rudi nach. „Ja, Gummistiefel und Telefon“, wusste Benjamin Greiner. 350 Kinder waren zu den Dorfkulturtagen in der Messerschmittmühle angemeldet. Ein tolles Wetter, doch mit den Kindern kam auch der Regen – eine „Schlammschlacht“ war die Folge – „und für die Benachrichtigung der Eltern über die Absage brauchte man das Telefon“ fasste Greiner zusammen. Dazu gab es „Bilder und Lieder vom Regen“.

  Dass dem auch erfolgreiche Veranstaltungen folgten, demonstrierten anschließend die Moderatoren mit bildlichen Eindrücken von den „Burggeistern“, der Spielenacht , dem Besuch auf einem Erlebnisbauernhof und dem Ilzer Land-Schullauf. Bei letzterem kam bei Clown Rudi ein „Dopping-Ver-dacht“ auf: „Alle fünf durchgeführten Läufe hat eine Klasse aus Schönberg gewonnen – das schreit nach Dopping“ – und Rudi überreicht an Bürgermeister Martin Pichler „zur Sicherheit“ ein Reagenzglas für die B-Probe. All diese Veranstaltungen wurden in einem „Ferienkalender“ für das Ilzer Land zusammengefasst, der mittlerweile in der 9. Auflage erschienen ist. Mit einem Zahlenspiel wurden die wichtigsten Daten präsentiert: 1.400 Euro kostet eine Auflage, 120 – 150 Veranstaltungen pro Jahr sind darin enthalten, 5.000 Stück wurden bisher insgesamt aufgelegt – und 18.000 bis 20.000 Teilnehmer bei den Veranstaltungen registriert. „Saxndi“, konnte da Clown Rudi nur feststellen und allen Mitwirkenden unter dem Applaus der Gäste dafür danken.

  Mit zwei „Handy-Projekten“ wurde 2012 und 2013 Neuland betreten, berichteten die Moderatoren weiter. Unter dem Motto „jung – frech – dahoam“ wurden Kurzvideos ausgezeichnet, die von den Jugendlichen selbst erarbeitet und gefilmt worden waren. Das Siegervideo kam von Markus Schuster aus Spiegelau, der Atmosphäre, Landschaft und Menschen rund um seinen Lieblingsort, dem Rachel, besonders ansprechend präsentierte. Im zweiten Projekt „jung – wild – talentiert“ wollte man besondere Talente vorstellen. Neben „Skifahren“ und „Schatten-Theater“ kam der 8-jährige Fabian Wolf aus Büchlberg mit einem Geigen-Solo „Babuschka tanzt“ auf den 1. Platz und ist heute noch genau so „Geige-begeistert“ wie vor fünf Jahren, wie er in der Feier versicherte.

  „Da wurde ja allerhand geleistet“, bewunderte Clown Rudi abschließend die Arbeit der Jugendbeauftragten. Viel Vorarbeit war dafür notwendig, in rund 100 Treffen wurde alles besprochen, stellten die Moderatoren dazu fest. Mit geringem Aufwand sei eine großartige Leistung auf die Füße gestellt worden. Dafür seien aber auch weiterhin junge, engagierte Leute notwendig, betonte Martin Behringer, der abschließend den Protagonisten für ihre informative und unterhaltsame Präsentation dankte. Mit Luftballons dankte er ferner einigen Unterstützern besonders, so Geschäftsführerin Carolin Peche, Martina Kirchpfening von der Kommunalen Jugendarbeit, den Vertretern der Laufwölfe Fürsteneck, Gerhard Meier und Hans Weber), Schulleiter Manfred Gibis, Röhrnbach, als Vertreter der Schulen und nicht zuletzt Musiker Andreas König aus Schönberg, der mit seiner Steierischen unentgeltlich aufgespielt habe.

  In den abgedunkelten Saal zog schließlich Clown Rudi ein, der mit einer Feuer speienden Riesentorte „alles Gute zum Geburtstag!“ wünschte und mit einem „Nachwuchs-Clown“ (Sohn Felix) im Schlepptau den symbolischen Nachwuchs mitlieferte, wofür er einen stürmischen Applaus erntete.

   - th

 

Zur Auswahl:

Foto 1:

Eine Riesentorte mit Feuerwerk zum 10. Geburtstag des „Jugendnetzwerkes im Ilzer Land“ und mit Nachwuchs-Clown Felix einen symbolischen Nachwuchs gab’s zum Schluss von „Clown Rudi“ (im Hintergrund stellv. Landrätin Helga Weinberger).

 

Foto 2:

Von den Anfängen des Jugendnetzwerkes berichteten Diana Scheibelberger (v.l.), Sabina Haidl, Rosmarie Nirschl, Werner Weny, Martin Behringer; denen „Clown Rudi“ interessiert zuhörte.

 

Foto 3:

Das „Ilzer Land“ vertrat dessen 2. Vorsitzender, Bürgermeister Hermann Baumann, den „Clown Rudi“ gleich über diese Vereinigung „löcherte“. (Im Hintergrund Benjamin Greiner (v.l.), Michael Baumann, Martina Kirchpfening, Diana Scheibelberger).

 

Foto 4:

Eine Spende von 250 Euro hatte Marktbereichsleiter Markus Roth (2.v.re.) von der Sparkasse Freyung-Grafenau als eine der vielen Sponsoren mitgebracht, die er an „Clown Rudi“ sowie die Netzwerkbeauftragten Martin Behringer (li.) und Christian Süß (re) überreichte.

 

Foto 5:

Ein Geschenk gab’s auch für den Jugendnetzwerks-Beauftragten, Bürgermeister Martin Behringer, von Carolin Pecho (links) und „Clown Rudi“ für dessen 10-jähriges Engagement.

 

Foto 6:

Dem Moderatoren-Trio mit Michael Baumann (v.l.), Benjamin Greiner und „Clown Rudi“ (Katrin Greiner) mit Sohn Felix sowie Carolin Pecho dankte Bürgermeister Martin Behringer für die gelungene Präsentation des Jugendnetzwerkes.

 

Foto 7:

Das Moderatoren-Trio mit „Clown Rudi“ (Katrin Greiner), Benjamin Greiner und Michael Baumann.

Fotos: Thurnreiter

Weitere Bilder vom Event:  (Pecho)

   

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