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Erster landkreisübergreifender Kernweg wird ausgebaut

VOM 02.03.2018


Thurmansbang. Mit der Überreichung der Einleitungsurkunde an den Thurmansbanger Bürgermeister Martin Behringer startete Roland Spiller, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern, die Flurneuordnung Thurmansbang-Rabenstein. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass die Fördermittel landkreisübergreifend in die ländliche Wege investiert werden“, so Spiller. Dieser Kernweg ist Bestandteil der Kernwegekonzepte der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Ilzer Land und der benachbarten ILE Passauer Oberland. Für die Durchführung des Verfahrens stellt das Amt Fördermittel von Bund und Land in Höhe von insgesamt mehr als 500 000 Euro bereit.

Manfred Eibl, Erster Bürgermeister des Marktes Perlesreut und Vorsitzender des Vereins Ilzer Land e.V. erinnert an die Anfänge des Konzepts „Kernwegenetze im Ilzer Land“ vom Sommer 2014. Seit dieser Zeit sind zahlreiche Besprechungen mit dem Planungsbüro BBV LandSiedlung GmbH  und Sitzungen in Lenkungsgruppen und Gremien abgehalten worden, um die Projekte voranzutreiben. Umso mehr freut es ihn, dass nun die Weichen für die erste wichtige Umsetzung von  Infrastrukturmaßnahmen im Ilzer Land durch die Flurneuordnung Thurmansbang-Rabenstein gestellt sind. Sein Dank gilt auch der ILE Passauer Oberland und der Gemeinde Fürstenstein, die mit ihrem Einverständnis zur Maßnahmenumsetzung und Abschöpfung höherer Fördermittel ganz wesentlich beigetragen haben.

Bürgermeister Martin Behringer zeigt sich erfreut über die Aufnahme ins Förderprogramm. Dadurch ist dieser wichtige Straßenausbau erst möglich. Allein aus Haushaltsmitteln könnte die Gemeinde Thurmansbang diesen „Kernweg“ weder ausbauen noch finanzieren.

Bereits seit Monaten haben die Gemeinden Thurmansbang und Fürstenstein dieses 1,3 Kilometer lange Wegestück auf ihrer Wunschliste. Er dient als Verbindung zwischen der Kreisstraße PA 33 bei Loderhof und dem Ortsteil Rabenstein. Bemerkenswert ist: Es wurde von der ILE Ilzer Land, zu der auch die Kommunen Eppenschlag, Fürsteneck, Grafenau, Innernzell, Perlesreut, Ringelai, Röhrnbach, Saldenburg, Schöfweg, Schönberg sowie Hutthurm (Landkreis Passau) gehören, favorisiert. Aber auch die Gemeiden der ILE Passauer Oberland profitieren vom Wegeausbau. „Es freut uns, wenn auch die Bürgermeister von Aicha v. Wald, Büchlberg, Eging a. See, Neukirchen v. Wald, Ruderting, Salzweg, Tiefenbach, Tittling, Witzmannsberg und Windorf die Bedeutung dieser Baumaßnahme erkennen“, so Projektbegleiter Johann Jobst vom Amt. Die Straße biegt am Südrand von Rabenstein nach Osten ab und mündet westlich von Loderhof auf die Kreisstraße PA 33.

Die beteiligten Grundeigentümer wurden in die Planung mit einbezogen, um den größtmöglichen Nutzen für die landwirtschaftlichen Betriebe zu erreichen und die Waldgrundstücke optimal zu erschließen. Die Planung übernimmt der Verband für Ländliche Entwicklung Niederbayern. Roland Spiller betonte zum Schluss noch die Wichtigkeit dieser Infrastrukturmaßnahme für den Ländlichen Raum, besonders hier für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Spiller: „Gemeinsam konzipieren wir ein gemeindeübergreifendes Kernwegenetz mit hoher Ausbauqualität, um so den aktuellen Anforderungen einer zunehmend überbetrieblich organisierten und überörtlich tätigen Land- und Forstwirtschaft Rechnung zu tragen“.

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