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Leben retten für Senioren und Menschen mit Handicap

VOM 24.01.2018


Saldenburg/Perlesreut. Welche Problematiken entstehen bei nicht idealer Unterbringung im Eigenheim, wenn eine schnelle Notfallrettung eines pflegebedürftigen, bettlägerigen oder gehunfähigen Patienten erforderlich ist? Und wie kann man dem vorbeugen? Zu diesen Themen veranstaltete das Ilzer Land Netzwerk in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und der Feuerwehr Freyung-Grafenau zwei Schulungsabende für die Senioren- und Behindertenbeauftragten der 12 Ilzer Land Kommunen.

In der ersten Schulung beleuchtete der BRK-Pressereferent und Ausbilder Stephan Seidl anhand von Praxisbeispielen prekäre Situationen, die den BRK-Rettungskräften tagtäglich begegnen und die eine Notfallrettung wesentlich erschweren. Seidl widmete sich intensiv den Möglichkeiten, wie mit wenig Aufwand für mehr Sicherheit, Flexibilität und Hilfe in jeder Situation gesorgt werden kann. So stellte er die Funktionsweisen und Vorteile eines Hausnotrufs, spezieller Türschlösser und Seniorentelefone vor.

Zum Abschluss fasste Seidl zusammen, dass es Leben retten kann, wenn bereits einige Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Er appellierte, dass, sich Jeder mit diesen Themen beschäftigten sollte. „Das größte Problem ist oft die mangelnde Aufklärung, daher versuchen wir das Bestmöglichste mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zu leisten“, lässt Seidl wissen.

Im zweiten Teil der Schulungsreihe informierte Thomas Thurnreiter, Kreisbrandinspektor des Landkreises Freyung-Grafenau über Herausforderungen, Probleme und Lösungsansätze einer reibungslosen Notfallrettung. Zur Diskussion standen Probleme, die zum einen dem Betroffenen selbst, aber auch der Feuerwehr wiederkehrend begegnen. In der Gruppe wurden die verschiedenen Themen, von Pflege, über Mobilität, die Wohnsituation bis hin zu Selbstrettungsnahmen, erörtert.

Für alle Fragen rund um die Notfallrettung geschult – die Senioren- und Behindertenbeauftragten erhielten von Thomas Thurnreiter umfassende Informationen für mehr Sicherheit, frühzeitige Alarmierung und Warnung.

Während der Schulung und im Gespräch mit den Senioren- und Behindertenbeauftragten hätten sich außerdem wichtige Fragen und Themen ergeben, die für die Schulung der eigenen Einsatzkräfte von großer Bedeutung sein können, ließ Thurnreiter am Ende wissen. „Pflege, Demenz und Aggressivität sind Themen, die immer stärker auf uns zukommen“, so Thurnreiter. Dass dies mit dem demografischen Wandel und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft zu tun hat, daran hat der Kreisbrandinspektor keine Zweifel. „Umso wichtiger sind daher der beidseitige Austausch und eine hinreichende Aufklärungsarbeit“.

Die Senioren- und Behindertenbeauftragten haben in der anschließenden Gesprächsrunde beschlossen, in den Gemeindeblättern wiederkehrende Informationen zu Themen der Pflegebedürftigkeit zu veröffentlichen, um ihren Beitrag für mehr Aufklärung zu leisten.

Zur Erstinformation: Für Pflegebedürftige bieten die Kassen eine Erstberatung an, gerade auch in Hinblick auf finanzielle Unterstützung. Am Landratsamt gibt es außerdem eine Beratungsstelle für pflegende Angehörige. Die Sozialdienste der Krankenhäuser sind weitere Anlaufstellen, die beratend zur Seite stehen, wenn es beispielsweise um die Beantragung eines Rollstuhls geht.

 

 

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